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Die Happiness-Formel: Norwegen, frischer Fisch und rheinhessischer Riesling

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Dirk Würtz über ein Land, das ihn schon vor Jahrzehnten in seinen Bann gezogen – eine Liebeserklärung an Norwegen!

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In Norwegen, Finnland und Dänemark leben die glücklichsten Menschen der Welt. Das jedenfalls behauptet der „World Happiness Report“— ja, den gibt es wirklich. Und der zählt Norwegen als das drittglücklichste Land der Welt auf. Deutschland ist da irgendwo auf Platz 15, Schlusslicht ist Burundi … Letzteres kenne ich nicht, Norwegen hingegen kenne ich sehr gut. Ich reise seit 15 Jahren regelmäßig nach Norwegen — bis zu sechsmal im Jahr — und ich kann das Resultat dieses „Happiness Reports“ sehr gut nachvollziehen. Norwegen ist ein fantastisches Land und die Norweger sind großartige Menschen.

Die schiere Größe an sich ist bereits faszinierend. Über 2.000 Kilometer in der Länge — würde man Norwegen „umklappen“, wäre der nördlichste Zipfel auf Höhe des italienischen Stiefelabsatzes — und mehr als 2.500 Kilometer Küste. Dabei leben dort nur knapp fünf Millionen Menschen. Man kann stundenlang durch das Land fahren und trifft niemanden. Außer ab und zu mal einen Elch. Norwegen ist Natur pur. Atemberaubende Fjorde, Wälder, Wasser überall, Berge, einfach alles, was das Herz begehrt. Im Sommer wird es nie wirklich dunkel. Der norwegische Sommer ist ein Traum! Im Winter wird es dafür leider nur selten wirklich hell. Aber gerade auch der Winter hat seinen Reiz. Insbesondere für die Wintersportler. Norwegen ist ein Wintersport-Paradies.

So einsam und menschenleer das Land ist, so pulsierend ist die Hauptstadt Oslo. Weltoffen, mit einer fantastischen Restaurant- und Bar-Szene, extrem chic und stilvoll schlagen hier das Herz und der Puls des Landes. Ich bin immer wieder fasziniert, welch weltstädtisches Flair diese eigentlich so kleine und überschaubare Hauptstadt hat. In Sachen Kulinarik ist Oslo geradezu ein Trendsetter für mich. Als im Rest der Welt der regionale Charakter der Küche noch als neu galt, war das hier längst Standard. Selten habe ich auf der Welt besser und kreativer gegessen als hier. Einziger Wermutstropfen: Oslo ist leider auch eine der teuersten Städte der Welt. Eine Pizza und ein Glas Wein kosten da schnell mal 50 Euro. Für uns eine unvorstellbare Summe, für die Norweger völlig normal. Laut dem „Human Development Index“  hat Norwegen den höchsten Lebensstandard der Welt.

 

Was für mich persönlich am schönsten und natürlich am wichtigsten in Norwegen ist, ist die Tatsache, dass die Norweger Wein lieben. Ganz besonders den deutschen Wein. Natürlich ist das auch der Grund, warum ich so oft in Norwegen bin. Seit vielen Jahren ist Norwegen mein mit Abstand wichtigster Markt. Die Norweger lieben unsere Rieslinge. Das liegt ganz besonders daran, dass unsere Weine so vorzüglich zur norwegischen Küche passen. Riesling und Fisch ist — auch wenn es stereotyp klingt — eine großartige Kombination. Beide sind geradezu füreinander gemacht. Und so hat der deutsche Wein gerade in den letzten 15 Jahren einen wahrhaften Boom in Norwegen erlebt. Kaum eine Karte, auf der keine Weine aus Deutschland zu finden sind. In den allerbesten Häusern ist es geradezu undenkbar, keinen deutschen Wein auf der Karte zu haben. Eines dieser Häuser ist das „Stoetvig“ in Larkollen.

 

Knapp 45 Autominuten südlich von Oslo steht dieses wunderbare Hotel. Direkt am Oslo-Fjord gelegen wurde es vor sechs Jahren renoviert und wieder neu eröffnet. Es ist für mich eines der schönsten Hotels der Welt. Die Lage ist traumhaft, das Ambiente annähernd unschlagbar und Küche und Keller sind eine Offenbarung. Wer Fisch liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Einmal im Jahr gibt es eine Art „Fisch-Festival“ mit einem meterlangen Buffet und natürlich den passenden Weinen. Die Zimmer sind fantastisch und der Spa-Bereich ist perfekt! Und das Allerschönste ist: Es gibt unsere ST. ANTONY Weine.

 

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